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Groß denken, klein bleiben

Groß denken, klein bleiben
„Wir sind stolz darauf, das Bethesda übernommen zu haben“: Kurator Dr. Peter Gloystein, Krankenhausdirektor Helmut Häfner und Johanniter-Geschäftsführer Dr. Martin Windmann (v.r.). FOTO: Bethesda
Mönchengladbach. Als die Johanniter GmbH 2014 das Krankenhaus Bethesda übernahm, hat man sich hehre Ziele gesteckt. Trotz nicht ganz einfacher Anfangsjahre ist das Krankenhaus heute auf Erfolgskurs und gehört zu den beliebtesten Häusern in Nordrhein-Westfalen. Von Ulrike Mooz

Das evangelische Krankenhaus Bethesda setzt auf einen sehr hohen Standard in Medizin und Pflege. Es hat in Mönchengladbachs Krankenhauslandschaft seinen Platz gefunden und punktet dabei ganz vorne vor allem mit der Frauenklinik und der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.

35 neue Arbeitsplätze allein 2016 zeigen, dass das Krankenhaus nicht am Personal sparen will.„Wir haben viel investiert und sind gut aufgestellt“, sagt Krankenhausdirektor Helmut Häfner. Eine Steigerung der Belegungszahl der stationären Patienten von 11 925 in 2015 auf 12 683 in 2016 zeigt, dass die Patienten das zu würdigen wissen.

Und es soll weiter gehen mit den Investitionen: Rund 15 Millionen Euro will die Johanniter GmbH in den nächsten drei Jahren in die Hand nehmen, um die Patientenzimmer zu modernisieren, zu verschönern und sich im IT-Bereich neu aufzustellen.

Die Krankenhäuser im Johanniter-Verbund haben den Anspruch, ein bisschen mehr zu leisten, das „Evangelische“ spürbar zu machen, sich „abzuheben“, wie Dr. Peter Gloystein, Vorsitzender des Kuratoriums der Johanniter, es nennt. Die Patienten sollen nicht nur medizinisch und pflegerisch optimal versorgt werden, sondern auch Zuspruch bekommen und Ruhe finden.

Im Durchschnitt sechs Tage Verweildauer habe ein Patient heute in einem deutschen Krankenhaus, so Dr. Martin Windmann, Geschäftsführer der Johanniter GmbH. Und das läge weder daran, dass die Kassen nicht mehr bezahlten, noch dass man heute schneller gesund werde. „Die Diagnostik ist schneller“, weiß Helmut Häfner, früher habe man schonmal drei bis vier Tage auf einen MRT-Termin gewartet. Das sei Geschichte.

Die Zusammenarbeit mit den Praxen im noch neuen Ärztehaus vor dem Bethesda laufe hervorragend, ist man sich einig. „Die stationären und ambulanten Angebote sind eng miteinander verzahnt“, sagt Krankenhauschef Häfner.

Die besondere Stärke des Bethesda liege in seiner Übersichtlichkeit und familiären Atmosphäre - auch durch die Mithilfe zahlreicher Ehrenamtler. „Groß denken, klein bleiben ist die Devise“, so Häfner.

(Report Anzeigenblatt)