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Caritas MG blickt auf erfolgreiches Jahr zurück
Gute Zeiten bei der Caritas

Caritas MG blickt auf erfolgreiches Jahr zurück: Gute Zeiten bei der Caritas
Zogen für 2013 eine positive Bilanz: Caritas-Vorsitzender Dr. Christof Wellens (links) und Geschäftsführer Frank Polixa. FOTO: Hans-Peter Reichartz
Mönchengladbach (um). Der Caritasverband zieht eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2013. Zum Erfolgsrezept gehören unter anderem gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter. Von Ulrike Mooz

Der Caritasverband veranstaltet einmal im Jahr einen Tag, an dem langjährige Mitarbeiter geehrt werden. „Da sind einige jedes Jahr, die schon ihr 35. oder 40. Jubiläum feiern“, sagt Dr. Christof Wellens, Vorsitzender des Caritasverbands Region Mönchengladbach. Ein gutes Zeichen, ist er sich mit Geschäftsführer Frank Polixa einig. Mitarbeiter dürften nicht überfordert werden. „Die Rahmenbedingungen müssen menschlich bleiben. Es ist wichtig, dass dies auch die Kostenträger und der Gesetzgeber erkennen“, so Polixa. Der Caritasverband bezahle deshalb auch gut. Denn wenn die Mitarbeiter zufrieden seien, funktioniere der Betrieb auch. Dass man mit dieser Einstellung und ein paar strukturellen Änderungen die Firma von roten in die schwarzen Zahlen geführt hat, darauf ist man stolz. Auch ein neues hauptamtliches Führungsteam hat dazu beigetragen, dass die Caritas gut dasteht.

Weiter umstrukturiert worden ist der Caritas-Pflegedienst. Hier versorgen fast 100 Mitarbeiter täglich rund 510 Menschen zu Hause. Neben Rheindahlen sind 2013 weitere Teambüros dafür in Rheydt, Eicken und Korschenbroich eröffnet worden. Dort finden die Bürger kompetente Ansprechpartner zu Fragen rund um die häusliche Pflege.

Neben den 640 Mitarbeitern, die die Caritas insgesamt in der Region Mönchengladbach beschäftigt, kommen weitere 300 Ehrenamtler zum Einsatz, davon acht neue Seniorenbegleiter, die zur Zeit noch ausgebildet werden.

Auch das Freiwilligenzentrum ist seit 17 Jahren ein Erfolgsmodell der Caritas. Hier wurden 2013 150 Bürger für ein freiwilliges Engagement beraten. Das Zentrum kooperiert mit rund 80 gemeinnützigen Einrichtungen.

Die Caritas ist in 20 Diensten tätig von der Frühförderung für Kleinkinder mit Behinderungen bis zur Betreuung von alten oder schwer kranken Menschen in der letzten Lebensphase. Hier gibt es zum Beispiel 30 Ehrenamtler im Palliativteam. „Bei der Caritas wird Arbeit nicht nur verrichtet, sondern gelebt“, sagt Dr. Christof Wellens. Nicht selten habe er mitbekommen, dass Mitarbeiter vor allem die Altenpflege als ihren Traumberuf bezeichnen.

Auch in der Stadt ist der Einsatz der Caritas groß. „Nah am Menschen“ bedeutet auch, dass man sich bürgernah engagiert, wie etwa bei der längsten Kaffeetafel in Eicken, beim Projekt „Bildungspaten“ im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ oder beim Boys Day.

Wie das in der Gemeindesozialarbeit so ist, arbeiten auch bei der Caritas nicht alle Bereiche wirtschaftlich. „Der gesamte Beratungsbereich wird aus Eigenmitteln finanziert“, sagt Polixa. Dazu gehören unter anderem auch die Schuldnerberatung der Caritas und die Familienpflege.

(Report Anzeigenblatt)