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Hebammen stärken Eltern

Hebammen stärken Eltern
Die Hebammen Bernadette Nopper (links) und Kerstin Tolls stehen frischgebackenen Eltern im Rahmen der Wochenbettbetreuung in ihrer Praxis mit Rat und Tat zur Seite. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Aufgrund des Hebammenmangels in Mönchengladbach bekommen viele Frauen keine Hebamme für die häusliche Wochenbettbetreuung mehr. Das Team von der Praxis „alles rund!?“ bietet eine Alternative: die Wochenbettbetreuung in der Praxis. Von Simone Krakau

Frischgebackene Eltern stellen sich nach der Geburt ihres Kindes oft viele Fragen: Wie lege ich das Baby richtig an? Ist es normal, dass mein Kind so viel weint? Diese Unsicherheiten im Umgang mit dem Neugeborenen, die gerade in den ersten Wochen ganz normal sind, kennen die Hebammen Bernadette Nopper und Kerstin Tolls von der Praxis für Wochenbettpflege „alles rund!?“

Nun aber ist das allgemeine Problem des Hebammenmangels auch in unserer Stadt angekommen. Für viele neue Eltern stellt sich damit ein Problem dar. „Oftmals bekommen sie in der fortgeschrittenen Schwangerschaft keine Hebamme für die häusliche Wochenbettbetreuung mehr“, sagt Nopper. Aus diesem Grund versuchen die beiden erfahrenen Hebammen durch ein neues Angebot in Mönchengladbach den gestiegenen Bedarf zu entlasten. Seit Mitte letzten Jahres bieten sie eine Wochenbettbetreuung in ihrer Praxis auf der Hindenburgstraße an. In den ersten zwölf Wochen nach der Geburt des Kindes können die Eltern von Montag bis Freitag nach Terminvereinbarung vorbeischauen und offene Fragen klären – Hausbesuche sind ausgeschlossen. „Manchmal ist es Eltern auch einfach nur wichtig, eine Bestätigung zu bekommen, dass alles gut ist“, weiß Kerstin Tolls. „Wir sind in den ersten Wochen die Schnittstelle zwischen Kinderarzt und Gynäkologe. Gerade was das Stillen angeht sind wir eben die Fachfrauen.“

Übernommen werden die Kosten für die Wochenbettbetreuung von der Krankenkasse.

(Report Anzeigenblatt)