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Als erste Klinik in der Region nutzt das Eli das automatische Reanimationssystem AutoPulse®
Jede freie Hand zählt

Als erste Klinik in der Region nutzt das Eli das automatische Reanimationssystem AutoPulse®: Jede freie Hand zählt
Franz-Josef Esser, Vorsitzender des Fördervereins proEli und Dr. Marc Deußen, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes und Geschäftsführender Oberarzt am Eli mit dem neuen Reanimationssystem AutoPulse®. FOTO: Andreas Baum
Rheydt (cc). Das neue, automatische Reanimationssystem AutoPulse® hilft Leben retten im Elisabeth Krankenhaus und beim Rettungsdienst. Von Christina Caelers

Reanimationen sind dramatisch und für Ärzte und Schwestern eine besondere Stresssituation. Entscheidend für jede Reanimation ist eine konstant gute Drucktiefe auf den Brustkorb von etwa fünf bis sechs Zentimetern und eine gleichbleibende Frequenz von etwa 100. Gerade bei Patiententransporten unter Reanimation oder bei laufenden Herzkatheteruntersuchungen unter Reanimation ist es schwierig beides mit einer Herzdruckmassage per Hand qualitativ gleichmäßig zu erfüllen. Aus diesem Grund nutzen das Elisabeth Krankenhaus, als erste Klinik in der Region, und der Rettungsdienst seit Juli das automatische Reanimationssystem AutoPulse®. „Das Gerät bietet viele Vorteile und erleichtert den Ärzten und Einsatzkräften die Arbeit erheblich. Es ergänzt das vorhandene Krankenhausequipment sinnvoll“, so Dr. Marc Deußen, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes und Geschäftsführender Oberarzt am Eli. AutoPulse® sorgt mit einem Gurtsystem im Automatikbetrieb für eine konstant gute und schonende Herzkompression sowie für ein optimales Verhältnis zwischen Druck und Entlastungsphase. Durch einen Sensor erkennt das Gerät Gewicht und Position des Patienten und stellt so entsprechend den Gurt und Druck ein. Mit nur wenigen Handgriffen und Knopfdrücken wird der Patient so schnellstmöglich versorgt, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.

AutoPulse® kommt vor allem in vier Fällen zum Einsatz: bei Patienten, die ins Herzkatheterlabor müssen, bei Patienten unter Transport, bei Patienten, die eine überlange Reanimationszeit brauchen und für adipöse Patienten.

150 Personalkräfte wurden im Einsatz mit AutoPulse® am Eli geschult und bereits vier Mal kam das Gerät seit Juli zum Einsatz. „Durch die mechanische Kompression, kommt es zu einer hohen Wiederherstellung des Kreislaufs reanimierter Patienten und in bestimmten Situationen erreichen wir einen deutlichen Überlebensvorteil für unsere Patienten. Reanimationen sind natürlich dramatische Ausnahmesituationen. Wenn vier von zehn Patienten überleben, ist das gut. Von unseren vier Einsätzen mit AutoPulse® überlebten zwei“, so Dr. Deußen. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Gerät mit einem Defibrillator synchron geschaltet werden kann. „Durch die automatische Kopplung von Herzdruckmassage und Elektroschock, kann die Stromabgabe in der frühen Entlastungsphase des Herzens erfolgen, was ebenfalls zu einer signifikant höheren Überlebenswahrscheinlichkeit führt“, erklärt Dr. Deußen.

Möglich gemacht wurde die Anschaffung durch eine spende des Fördervereins proEli über 13 000 Euro. „Durch die Anschaffung haben wir einen weiteren Fortschritt in der Patientenversorgung erreicht“, sagt Franz-Josef Esser, Vorsitzender des Fördervereins.

(Report Anzeigenblatt)