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Leben mit Diabetes

Leben mit Diabetes
Die Blutzuckermessung gehört für Diabetiker zum Alltag. Doch gibt es noch weit mehr zu beachten. FOTO: Michael Horn  /  Pixelio
Mönchengladbach. Die Hochschule Niederrhein bietet im Februar Beratungstage für Sicherheit mit Diabetes im Alltag an. Von der Redaktion

Volkskrankheit Diabetes: Etwa sechs Millionen Deutsche sind laut einer Schätzung im Gesundheitsbericht Diabetes der Deutschen Diabetes Gesellschaft daran erkrankt. Mehr als 90 Prozent davon leiden unter dem Typ 2, dem sogenannten Altersdiabetes. Genau an diese Menschen richtet sich die Veranstaltung „Diabetes-Convivum“ der Hochschule Niederrhein. Geleitet wird sie von Prof. Dr. Peter Kronsbein als Teil seines langjährigen Projekts „Diabetes im Alter“.

Bei dem Workshop vom 8. bis 14. Februar können sich Diabetiker ab 65 Jahren, die regelmäßig Insulin spritzen, im richtigen Umgang mit der Krankheit austauschen und beraten lassen. Ziel der Veranstaltung ist es, den behandelnden Arzt bei der langfristigen Therapiezielerreichung zu unterstützen und damit eine hohe Lebensqualität und Sicherheit der Teilnehmer im Alltag mit Diabetes zu erreichen.

Fünf Tage lang werden Themen wie Blutzucker-Selbstkontrolle, Ernährung, Insulinwirkung, körperliche Aktivität, Unterzuckerung oder der sogenannte diabetische Fuß besprochen. „Wir haben viel Zeit, auf Fragen einzugehen, Übungen zu machen, Tipps zu geben und Erfahrungen auszutauschen“, sagt Peter Kronsbein. Unterstützt wird er von seinem Kollegen Prof. Dr. Norbert Ludwig, der Oecotrophologin und Diabetesassistentin Jutta Genz, sowie von Studierenden des Fachbereichs Oecotrophologie der Hochschule Niederrhein, die sich intensiv in diese Thematik eingearbeitet haben.

Besonders die Selbstständigkeit im Alltag ist für die Betroffenen wichtig. Dabei kommt der Vermeidung von Unterzuckerungen und von diabetesbedingten Komplikationen eine sehr hohe Bedeutung zu. Daher stehen neben der Theorie insbesondere praktische Übungen auf dem Programm. So werden die Teilnehmer selbstständig ihren Blutzucker kontrollieren und das Abschätzen von Broteinheiten beim gemeinsamen Mittagessen üben. Die Ernährung des insulinspritzenden Diabetikers beinhaltet mittlerweile viel weniger Reglementierungen und Verbote als noch vor Jahren. Somit gehört das gemeinsame Kuchenessen ebenfalls fest zum Programm.

Die Beratung findet in diesem Jahr vom 8. bis 14. Februar am Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Niederrhein, Rheydter Straße 277 in Mönchengladbach, statt. Das Wochenende ist dabei ausgenommen. Am ersten Tag geht es erst um 14 Uhr los, sonst beginnt die Veranstaltung jeweils um 9.30 Uhr und endet gegen 16 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich, da nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung steht. Anmeldung für Insulin spritzende DiabetikerInnen im Alter über 65 Jahren und weitere Informationen bei Professor Kronsbein unter 02161 / 186 53 96 oder per E-Mail an: Peter.Kronsbein @hsnr.de.

(Report Anzeigenblatt)