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Schwache Herzen stärken

Schwache Herzen stärken
Der leitende Oberarzt Dr. med. Robert Zabrocki mit dem Geschäftsstellenleiter der AOK in Mönchengladbach Heiko Jansen und dem leitenden Oberarzt Dr. med. Mudather Gailani (v.r.) möchten gemeinsam über das Thema Herzschwäche aufklären. FOTO: Hans-Peter Reichartz
Rheydt (ysl). Die Kardiologie am Elisabeth Krankenhaus lädt am Samstag, 18. November, zu einem Herzseminar unter dem Thema „Das schwache Herz“ ein, um über das Krankheitsbild aufzuklären und Behandlungsmöglichkeiten sowie Präventionsmaßnahmen zu präsentieren. Von Yvonne Simeonidis

„Die Herzschwäche ist auf dem Vormarsch“, konstatiert Dr. med. Robert Zabrocki, Leitender Oberarzt der Klinik für Kardiologie am „Eli“, „inzwischen liegen wir bei etwa 400 000 stationären Behandlungen pro Jahr deutschlandweit.“ Jährlich sterben 50 000 Menschen bundesweit an einer Herzschwäche – Tendenz steigend.

Zahlen, die Sorgen machen und vor allem relativ leicht sehr viel niedriger sein könnten. Denn eine Herzschwäche entsteht hauptsächlich als Folge einer Herzerkrankung, die entweder nicht frühzeitig genug erkannt wurde und/oder weil sich die Patienten im Anschluss an OP und Reha nicht an ihre Medikation halten. „Vielen ist nicht klar, dass sie mit einer Herzschwäche chronisch krank sind“, stellt Dr. med. Mudather Gailani, Leitender Oberarzt der Klinik für Kardiologie am „Eli“, fest. Etwa 30 Prozent der über 70-Jährigen allgemein und Männer über 50 im Besonderen seien gefährdet an einer Herzinsuffizienz zu erkranken. „Leider kommen viele Patienten erst zu uns, wenn die Beine schon dick sind und das Wasser in der Lunge sitzt“, bedauert Gailani.

Im Gegensatz zur Krebsvorsorge gibt es keinen spezifischen Check fürs Herz. „Der allgemeine Gesundheitscheck beim Hausarzt beinhaltet aber schon viele Untersuchungen, die erste und vor allem frühe Anhaltspunkte für eine Erkrankung geben können“, erklärt Heiko Jansen, Geschäftstellenleiter der AOK in Mönchengladbach. Dr. med. Zabrocki und Gailani stimmen zu: „Um so früher die Patienten vorstellig werden – besonders wenn es in der Familie bereits Fälle von Herzerkrankungen gab – oder wenn Risikofaktoren wie hoher Blutdruck oder Diabetes vorliegen, um so besser.“

Im Rahmen eines Herzseminars mit dem Titel „Das schwache Herz“ informieren die Spezialisten am „Eli“ in Kooperation mit der AOK im Rahmen von Vorträgen und Diskussionsrunden über Behandlungsmöglichkeiten, Präventionsmaßnahmen, neue Schrittmachertechnik und geben Tipps zu herzgesunder Ernährung und herzgesundem Verhalten. Außerdem öffnet an diesem Tag des Herzkatheterlabor seine Türen. Hier stehen die Ärzte Rede und Antwort und geben Einblick in ihre Arbeit und das Behandlungsfeld.

„Wir möchten aufklären“, betont. Dr. med. Markus Zabrocki, „in der Bevölkerung gibt es gravierende Unterschiede, was den Aufklärungsgrad in Sachen Herzerkrankungen angeht.“ Das Herzseminar findet am Samstag, 18. November, von 10 bis 13 Uhr in den Seminarräumen der Verwaltung am Elisabeth Krankenhauses statt. Der Eintritt ist frei. Die Leitung hat Prof. Dr. med. Georg V. Sabin, Chefarzt der Klinik für Kardiologie.

(Report Anzeigenblatt)