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Drachenfestival auf Römö

Drachenfestival auf Römö
Beim Drachenfest ist für jeden Zuschauer ein passendes „Flugobjekt“ dabei. FOTO: Franz Josef Ungerechts
Römö. Traditionell findet am ersten Septemberwochenende auf der dänischen Nordseeinsel Römö (einheimisch Römm), am breitesten Strand Europas, das alljährliche Drachenfestival statt. In diesem Jahr zum 26. Mal. Von Franz Josef Ungerechts

Erneut werden Tausende von farbenprächtigen Flugdrachen vom 4. bis 6. September den Himmel über Römö bunt und abenteuerlich aussehen lassen, wenn der Römö-Tönder-Touristverband in Zusammenarbeit mit dem Dänischen Drachenflieger Klub (DKK), sein spektakuläres Drachenfestival veranstaltet. Das Festival der Drachensteiger auf Römö hat sich über die vergangenen 25 Jahre zu einer gefragten Veranstaltung entwickelt. Es ist das größte seiner Art in Nordeuropa und lockt jährlich Besucher aus dem gesamten nordeuropäischen Raum an.

Das Drachensteigen und damit auch die Kunst des Drachenbauens hat sich zu einem beliebten Hobby bei Kindern und Erwachsenen entwickelt. So findet man auf dem Festival professionelle Bauer mit Drachen so groß wie kleine Autos und ebenso Amateure, die selber ihren ersten Drachen bauen und auf Römö steigen lassen wollen. So bleibt es also nicht aus, dass die vielen Zuschauer einfach den Anblick der vielen bunten Drachen und die Aktivitäten genießen möchten.

Die Insel Römö ist bestens geeignet für dieses Festival. Der Strand bei Lakolk ist einer der breitesten Strände Europas, er bietet genügend Platz, um Tausende von Drachen steigen zu lassen, dazu beste Verhältnisse für ein gutes Drachenfestival: viel Wind und viel Platz mit einer ebenen Sandunterlage. Der Zutritt zum Festivalgelände ist kostenlos, und Drachenbauer brauchen sich auch nicht anzumelden.

Römö, das von den Einheimischen „Römm“ genannt wird, ist eine Insel im Wattenmeer, aber mit dem Festland durch den Römö-Damm verbunden. Man ist also nicht von Fährenzeiten abhängig, um die Drachen auf den enorm breiten Sandstränden zu sehen. Bei Ebbe kann der Strand bis zu 2,5 Kilometer breit sein. Es handelt sich um Dänemarks größte und südlichste Nordseeinsel, 145 Quadratkilometer groß und sie misst etwa 17 Kilometer von Norden nach Süden. Römö ist eine flache Insel mit ihren bei deutschen Urlaubern sehr beliebten weit über tausend Ferienhäusern. Die Dünen vor dem Strand von Lakolk sind keine zehn Meter hoch. Mit ihrem kilometerbreiten befahrbaren Sandstrand ist sie ein beliebtes Ferienziel.

Der Sandstrand nimmt etwa die Hälfte der Inselfläche ein. An der besten Zufahrt in Lakolk liegen bei Ebbe beinahe 1 000 Meter zwischen den Dünen und der Nordsee. Lakolk liegt genau in der Mitte von Römö, wer mit dem Auto auf den Strand fahren will, benutzt am besten diese Zufahrt. Erwähnenswert ist, dass ein Großteil des riesigen Sandstrands von der Nachbarinsel Sylt angespült wird.

(Report Anzeigenblatt)