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Ich fühle mich wie zu Hause

Ich fühle mich wie zu Hause
In Nevis sind die Temperaturen auf bis zu -35 Grad gesunken. Da heißt es für Paula (Mitte) und ihre Gastmutter Heather (rechts) und Gastschwester Eleannor warm anziehen. FOTO: privat
Nevis/ USA. Die Schülerin Paula Brocher, 16, vom Franz-Meyers-Gymnasium ist mit dem Parlamentarischen Patenschaftsprogramm des Bundestages und der Hilfe von Patin Gülistan Yüksel, MdB SPD, für ein Jahr in Minnesota. Für die Extra-Tipp-Leser schreibt sie regelmäßig über ihre Erlebnisse. Von der Redaktion

Ich kann es kaum glauben, 2016 ist schon vorbei! In den letzten zwei Monaten habe ich so unglaublich viele, wunderschönen und unvergessliche Momente erlebt. ‪Im November waren zwei große Events, die ich niemals vergessen werde. Am 19. November habe ich meinen Geburtstag zusammen mit meiner Gastfamilie und meinen Freunden im eine Stunde entfernten Detroit Lakes gefeiert. Wir hatten dort ein Ferienhaus inklusive Swimmingpool gemietet. Was meinen Geburtstag ganz besonders gemacht hatte, war auch die Tatsache, dass es einen Tag vorher ganz viel geschneit hatte und nun 60 Zentimeter Schnee lagen. Wir hatten deswegen sogar einen „Snowday“ und mussten wegen des vielen Schnees nicht zur Schule gehen. ‬

‪Wir waren insgesamt eine Woche in dem Ferienhaus und haben auch Thanksgiving dort verbracht und gefeiert. Ich wünschte, wir würden Thanksgiving ebenfalls in Deutschland feiern, denn die Stimmung und das Essen sind wunderschön und unvergesslich! Es ist definitiv eines meiner amerikanischen Lieblingsfeste. Mir hat es besonders gut gefallen, als wir vor dem Essen alle etwas genannt haben, wofür wir dankbar sind. Dabei habe ich noch einmal realisiert, wie unglaublich dankbar ich für die Gelegenheit bin, hier in Amerika zu sein und eine zweite Familie und tolle neue Freunde gefunden zu haben. ‬

‪Anfang Dezember hieß es dann für mich: „auf nach Washington D.C.“. Hierher waren alle deutschen Schülerinnen und Schüler des Austauschprogramms eingeladen, um fünf Tage lang mehr über US-amerikanische Geschichte, Politik und Kultur zu lernen. Unser Stundenplan war sehr voll. Wir hatten nicht eine Minute Freizeit, aber das anstrengende Programm hat sich gelohnt. Ich habe so viel Neues gelernt, so viele Dinge gesehen und so viele neue Leute kennengelernt. Außerdem habe ich einige meiner „exchange friends“, wie ich sie nenne, wiedergetroffen und wir hatten eine schöne Zeit zusammen. Es war interessant zu hören, wie es den anderen so geht und wie sie ihr Austauschjahr bis jetzt erlebt haben. ‬

‪Während meines Aufenthaltes in Washington habe ich noch einmal gemerkt, wie viel mir meine Gastfamilie und meine Freunde hier in Amerika bedeuten, denn während diesen fünf Tagen habe ich sie wirklich vermisst. Ich fühle mich hier wie Zuhause! ‬

‪Als ich dann wieder nach Hause zu meiner Gastfamilie geflogen bin und einen Blick aus dem Flugzeugfenster geworfen habe, sah ich ganz viel Schnee und zugefrorene Seen. Denn während ich weg war sind die Temperaturen von 0 Grad Celsius auf bis zu –35 Grad Celsius gesunken, was definitiv eine neue Erfahrung für mich war. ‬

Bis bald, Eure Paula

(Report Anzeigenblatt)