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Kniepsandbuden am Sommer-Strand

Kniepsandbuden am Sommer-Strand
Die gemütlich-rustikalen Hütten laden zum Verweilen ein. Hier haben es sich Leonie Seidel (links) und Canan Aksu (rechts) bequem gemacht. FOTO: Canan Aksu
Amrum. Lust auf den nächsten Sommer? Urlaub zwischen nordfriesischer Natur und Strand-Kultur. Amrum hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Von der Redaktion

Es ist Juli auf Amrum.

Zehn Fußpaare stapfen über den weiten Strand der Insel, in Richtung Meer. Eine Gruppe Strandwanderer ist in wollige Pullover und winddichte Regenjacken gehüllt, denn trotz sommerlicher Temperaturen fegt der Wind über die Nordsee und sorgt für hohen Wellengang. Vorneweg läuft Canan, eine Freiwillige der Schutzstation Wattenmeer. Ihre Führung ist, wie immer, gut besucht, sowohl von Touristen als auch von interessierten Anwohnern. Ein paar hundert Meter vor der Wasserkante bleibt die Gruppe stehen, denn hier erheben sich farbenfrohe, kleine Hütten auf dem Sand.

Die Amrumer Kniepsand-Buden werden jedes Jahr im Sommer zur Hauptsaison von Insulanern aus angespültem Strandgut gebaut und trotzen monatelang dem Wetter und den Gezeiten. Die bunten Häuschen bestehen aus allem Möglichen, wie alten Fässern, Tau und Plastik-Kanistern. Jedes ist individuell inszeniert und spiegelt den Charakter des Erbauers wider. Einige haben einen Vorgarten mit Hängematten aus verlorenem Fischernetz und bunt geschmückten Pfählen, andere sind farbig gestrichen und zum Schutz vor dem Wasser auf Stelzen arrangiert. Die Inneneinrichtung ist zwar in der Regel puristisch, aber nicht weniger fantasievoll. Besucher machen es sich mit Decken und Kissen gemütlich, trinken Kaffee oder Schnaps und vertreiben sich mit Brettspielen die Zeit.

Auf dem Tisch in der Mitte liegt immer ein Gästebuch für die Verewigung verweilender Strandwanderer bereit.

(Report Anzeigenblatt)