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Lagerfeuer und Baseball

M’gladbach/ Trenary. Charlotte Mones ist mit dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm des Bundestages für zehn Monate in Michigan. Im Extra-Tipp schreibt sie über ihre Erlebnisse. Von Freier Mitarbeiter Rab Mönchengladbach

Am 22. August, hat mein Abenteuer angefangen. Der Abschied von meiner Familie war, wie zu erwarten, sehr schwer. Jedoch hat mich getröstet, dass ich weiß, dass sie immer für mich da sind und ich sie nach 10 Monaten wieder in die Arme schließen kann – dann sicher mit sehr vielen Erinnerungen im Gepäck, von denen ich ihnen erzählen werde. Vom Düsseldorfer Flughafen ging es über Frankfurt und Chicago nach Marquette und dann nochmal 30 Minuten über Land in mein neues Zuhause: die Kleinstadt Trenary im Bundesstaat Michigan.

Ich wurde sehr liebevoll von meiner Gastfamilie mit einem Blumenstrauß und einem selbst gemachten Willkommens-Schild in Empfang genommen. Meine Gasteltern heißen Mike und Jennifer. Meine Gastgeschwister sind zwischen 11 und 14 Jahren und heißen Olivia, Ella und Ian. Auf der Farm angekommen, wurde mir alles gezeigt und ich hatte die Möglichkeit sofort zu schlafen, nachdem ich zu diesem Zeitpunkt 24 Stunden unterwegs gewesen war.

An den Tagen vor dem ersten Schultag war ich mit meiner Gastfamilie auf Erkundungstour. Dabei durfte ich die schönsten Seiten von Upper Michigan und dem Lake Superior sehen. An einem Wochenende haben wir auf einem Campingplatz am Lake Michigan verbracht, wo wir Kanu gefahren sind und die Abende gemütlich am Lagerfeuer ausklingen lassen konnten. Am 3. September hatte ich dann meinen ersten Schultag an der Superior Central High School, die aufgrund der niedrigen Einwohnerzahl in Trenary auch eine Grundschule und einen Kindergarten zur Verfügung stellt. Hier werden insgesamt nicht mehr als 500 Schüler unterrichtet. Schon auf der Hinfahrt, in den typischen gelben Schulbussen, konnte ich meine zukünftigen Mitschüler kennenlernen. Der erste Tag war zwar sehr durcheinander, da ich mich erstmal zurecht finden musste, jedoch hätte ich nicht besser aufgenommen werden können. Meine Mitschüler und Lehrer waren mir gegenüber sehr freundlich, aufgeschlossen und verständnisvoll.

Da ich hier auf einer Farm lebe, habe ich die Möglichkeit, eine ganz andere Kultur zu entdecken. Ich werde in alle Aufgaben miteingebunden. So gehört Kühe füttern und Holz für den Winter hacken nun zu meinen täglichen Aufgaben. Dank meiner Gastfamilie lerne ich auch viel über die Natur und die Tiere hier und es ist immer interessant. In der Schule habe ich mittlerweile auch schon Freunde gefunden mit denen ich meine Pausen verbringe.

Im November beginnt die neue Basketballsaison. Ich freue mich sehr, dass ich im Team meiner Schule mit dabei sein kann. Neben Basketball werden jedoch noch mehr Sportarten wie Football, Baseball, Volleyball und vieles mehr angeboten. Am 21. September habe ich mein erstes Footballspiel gesehen. Unsere Schule hat gegen die Schüler der Rapid River High School gespielt. Wir haben leider nicht gewonnen, da sich einer unserer Quarterbacks verletzt hat. Trotzdem hätte mein erstes Spiel kaum spannender sein können. Es ist faszinierend, wie stark die Gemeinschaft innerhalb der Schule ist und wie man sich gegenseitig unterstützt. Die folgende Woche wird meine erste Homecoming Woche. Das ist ein traditionelles Fest mit ehemaligen Schulabsolventen. Ich bin gespannt, was mich erwarten wird.

(Report Anzeigenblatt)
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