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Spektakuläres Zugspitzland

Spektakuläres Zugspitzland
Ein kleiner Nebensee des Eibsees am Fuße der Zugspitze mit dem Blick auf das Höllental. Das Bergmassiv im Hintergrund führt rechts hinauf zur Zugspitze.
Grainau. Majestätisch thront Deutschlands höchster Gipfel auf 2 962 Metern Höhe über dem kleinen Ort Grainau bei Garmisch-Partenkirchen. Von der Olympiastadt geht es zu Fuß zu einer der spektakulärsten Orte der ganzen Bundesrepublik: der Partnachklamm. Von Daniel Uebber

Plötzlich ist es ganz kalt, vielleicht noch 15, 16 Grad. Vor ein paar Minuten haben wir uns bei rund 30 Grad Schatten gewünscht, doch jetzt, als wir den Einstieg in die Partnachklamm erreicht haben, sind wir in einem ganz andere Mikroklima angekommen. Kein Wunder, stürzt das eiskalte Gletscherwasser doch nur einen Meter von uns entfernt die Felswände hinab Richtung Tal. Und weil die Partnachklamm, die das Ziel unserer Reise ist, so eng ist, dass an manchen Stellen nur wenig Sonnenlicht den Grund erreicht, ist es eben deutlich kälter als in der prallen Sonne. Aber uns, ich spreche von meiner Frau Anja und meinem Sohn Julian, kommt die Abkühlung ganz recht, haben wir doch in den Tagen zuvor das Zugspitzland in der prallen Sommerhitze erlebt.

Da war zum Beispiel der Eibsee am Fuße der Zugspitze. In zwei Stunden kommt man gemütlich rum um den See, der so klares Wasser hat, wie wohl kaum ein anderer in Deutschland. Mit dem Blick auf die Zugspitze, die davor gelagerten Wälder und die schroffen Felsen des Waxensteins erlebt man hier ein echtes Naturwunder.

Während in der Klamm Action-Fans auf ihre Kosten kommen, geht es hier deutlich gemächlicher zu. Ein bisschen Spazierengehen. Ein bisschen Baden. Ein bisschen Stockerlfisch essen und eine, ja, vielleicht auch zwei Maß Bier im Biergarten trinken. Mit Blick auf dieses Ambiente stellt sich hier das ein, weswegen wir die rund 700 Kilometer Autobahnfahrt auf uns genommen haben: Urlaubsfeeling.

Das verfliegt allerdings nur ganz kurz, als wir dann auch rauf wollen auf den Gipfel der Zugspitze. Mit der Zugspitzbahn wollen wir die 2 962 Meter erreichen. Doch 52 Euro pro Person sind uns einfach zu teuer - wer denkt sich solche Preise aus? Also machen wir uns auf den Weg, um ein bisschen die Ortschaften zu erkunden.

In Grainau finden wir die Gaststätte "zur Moll" - und hier essen wir die besten Semmelknödel und Kässpatzen unseres Lebens. Also bis jetzt.

Überhaupt das Essen in der Region... einfach unglaublich gut und lecker. Ein absoluter Tipp ist eine original bayrische Brotzeit mit rohem und gekochtem Schinken, allerlei Käse und natürlich Obatzda.

(Report Anzeigenblatt)