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Unvergessliche Erlebnisse

Unvergessliche Erlebnisse
Paula war beim zweiten Mal Eisfischen mit Heather und Bryan sehr erfolgreich. FOTO: privat
Nevis/ USA. Die Schülerin Paula Brocher, 16, vom Franz-Meyers-Gymnasium ist mit dem Parlamentarischen Patenschaftsprogramm des Bundestages und der Hilfe von Patin Gülistan Yüksel, MdB SPD, für ein Jahr in Minnesota. Für die Extra-Tipp-Leser schreibt sie regelmäßig über ihre Erlebnisse. Von Freier Mitarbeiter Rab Mönchengladbach

Obwohl es schon etwas her ist, wollte ich noch kurz von Weihnachten berichten, denn Weihnachten in den USA zu feiern, war ein unglaubliches Erlebnis! Ich hatte sogar das Glück, Weihnachten gleich dreimal zu feiern: Zuerst mit meiner Gastfamilie und den Eltern meiner Gastmutter, dann mit meinem Freund und seiner Familie und schließlich mit der ganzen Familie von Bryan, dem Freund meiner Gastmutter Heather. Die Stimmung war super und wir haben gemeinsam das Essen zubereitet, die Geschenke verteilt, uns Geschichten erzählt und viele Spiele gespielt. An einem Tag waren meine Gastschwester Eleannor, ihre Cousins und ich Eisfischen, bevor wir gegessen haben. Zwar haben wir an jenem Tag keinen Fisch gefangen, aber trotzdem was es ein unvergessliches Erlebnis, vor allem, weil ich vorher noch nie Eisfischen war. Ich vermisse die Weihnachtszeit jetzt, da alle Häuser, Läden und Straßen immer so schön dekoriert waren.

Zwei Wochen nach Weihnachten bin ich mit meiner Gastmutter Heather über das Wochenende nach Bemidji gefahren und wir sind bei ihrem Freund geblieben. Abends waren wir wieder Eisfischen und sind bei diesem Mal mit Bryans Truck auf die Eisfläche auf dem See gefahren, was im ersten Moment ein sehr ungewohntes Gefühl war! Wie oft fährt mit in Mönchengladbach denn mit einem Auto auf ein zugefrorenen See? Ich würde mal sagen, nie! Am ersten Abend haben wir nichts gefangen, saßen aber trotzdem vier Stunden lang im Wohnwagen und haben uns viele lustige Geschichten erzählt. Am nächsten Abend haben wir neun Fische gefangen, die wir danach zum Abendessen gegessen haben – sehr lecker! Vor dem Angeln waren wir noch bei einem Wrestling Turnier, was wirklich cool war! Auch wenn niemand aus meiner Schule dort war, war es interessant zu sehen, wie die ganzen Regeln beim Wrestling funktionieren.

An den Wochenenden sind mein Freund, Eleannor und ihr Freund und ich oft nach St. Cloud gefahren, wo wir shoppen und essen waren und manchmal auch ins Kino gegangen sind. Nach drei Wochenenden war dann aber auch mein Geld knapp, weshalb wir beschlossen haben, nun erstmal nicht mehr shoppen zu gehen!

Die Schule hier macht mir großen Spaß, auch wenn ich im Moment recht viel zu tun habe. Allerdings ist die Schule hier wirklich einfacher, als in Deutschland. Aber, wie ich auch schon vor Monaten einmal erwähnt hatte, der sogenannte „school spirit“ (so etwas wie „Teamgeist“ für die Schule) ist einfach toll! Bei jedem Basketball Spiel gibt es die sogenannte „cheer squad“, die aus vielen Schülerinnen und Schülern besteht, die das Basketball Team unserer Schule anfeuern. Nach den Spielen gehen wir oft noch zusammen Essen, wobei immer eine tolle Stimmung herrscht. Es wird komisch, wieder zurück nach Deutschland zu kommen, da zum einen die Schulen und Lebensarten ganz verschieden sind und zum anderen mein Deutsch mit jedem vergehenden Tag schlechter wird! Ich bin gespannt, wie viel Deutsch ich im Juni noch spreche!

Bis bald, Eure Paula

(Report Anzeigenblatt)