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Borussias guter Vorsatz in 2018: mehr Konstanz!

Borussias guter Vorsatz in 2018: mehr Konstanz!
Borussias Kapitän Lars Stindl traf beim Test gegen Mainz zum 1:0.
M’gladbach. Mit dem Derby beim 1. FC Köln startet Borussia am kommenden Sonntag (Anstoß 15.30 Uhr) ins neue Jahr. Nach dem Ausscheiden aus dem DFB-Pokal kann sich das Team von Trainer Dieter Hecking ganz auf die Liga konzentrieren – und das ist angesichts der engen Tabellenkonstellation auch erforderlich. Von Jan Finken

Zum Start ins neue Jahr gehören auch immer gute Vorsätze. Borussia dürfte sich vor allem eins vorgenommen haben: mehr Konstanz zu zeigen. Die ließ in der Hinrunde nämlich des Öfteren zu wünschen übrig. Gleichwohl sind die Fohlen weiter mittendrin im Rennen um die Plätze, die kommende Saison zur Teilnahme am internationalen Wettbewerb berechtigen. Nur zwei Punkte trennen den Sechsten Gladbach (28) vom Tabellenzweiten FC Schalke 04 (30). Umgekehrt ist Aufsteiger Hannover auf Rang elf nur fünf Zähler von der Hecking-Truppe entfernt – das zeigt, wie eng die Mannschaften in dieser Spielzeit beisammen liegen.

Viel kommt also auf einen guten Start in die Rückrunde an, und der scheint auf dem Papier nur eine Pflichtaufgabe zu sein: Mit nur sechs Punkten steht Erzrivale 1. FC Köln abgeschlagen am Tabellenende. Dass das Derby für die Domstädter schon eine Vorentscheidung im Kampf gegen den Abstieg sein könnte, ficht die Borussen laut Kapitän Lars Stindl nicht an: „Die Frage, wer absteigt, wird ganz sicher nicht am 18. Spieltag entschieden. Aber mich interessiert weniger, wo wir am Sonntag spielen, sondern wie wir spielen und dass wir dort möglichst gewinnen.“ Gewonnen hat Borussia ihre Generalprobe beim Testspiel am Wochenende beim FSV Mainz 05. 3:0 hieß es am Ende, für die Treffer sorgten Stindl, Denis Zakaria und Vincenzo Grifo. „Wir hatten uns vorgenommen, von Anfang an aggressiv zu sein. Das sah phasenweise sehr gut aus, dann waren aber auch Phasen dabei, in denen wir zu passiv waren. Daran müssen wir arbeiten – das war ja auch schon in der Vergangenheit das Manko“, resümierte Trainer Dieter Hecking.

rfreulich: Mit Jonas Hofmann und Christoph Kramer gaben zwei Spieler nach Verletzungspause in Mainz ihr Comeback. Hofmann hatte der Fohlenelf aufgrund eines Innenbandteilrisses im Knie neun Wochen gefehlt. In Mainz kam der 25-Jährige in der 63. Minute für Patrick Herrmann in die Partie. Kramer, der zum Ende des zurückliegenden Jahres wegen Problemen im Schulter- und Nackenbereich ausgefallen war, beorderte Hecking in die Startelf: Im defensiven Mittelfeld agierte er an der Seite von Denis Zakaria und fungierte immer wieder als wichtige Station im Aufbauspiel.

Dagegen fehlten weiterhin Ibrahima Traoré (Muskelfaserriss), Fabian Johnson (Rückenprobleme), Mamadou Doucouré (Muskelbündelriss) und Raul Bobadilla (Schambeinprobleme). László Bénes, Tobias Strobl und Raffael befinden sich nach ihren Verletzungen im Aufbautraining und konnten somit ebenfalls nicht mitwirken. Letztgenannter kann aber aller Voraussicht nach am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. „Die Jungs, die nun in Mainz gespielt haben, haben es sehr gut gemacht – und sich damit angeboten. Aber wir brauchen alle Spieler. Ich bin froh über jeden, der zurückkommt“, unterstreicht Hecking. Bénes und Johnson sollen in zwei bis drei Wochen wieder im Teamtraining sein, Tobias Strobl ist vor seinem Zeitplan, und Traoré soll bald ins Lauftraining einsteigen.

(StadtSpiegel)