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Mensa der Gesamtschule Espenstraße erhielt zwei Kochmützensiegel
Ausgezeichnetes ausgezeichnet

Mensa der Gesamtschule Espenstraße erhielt zwei Kochmützensiegel: Ausgezeichnetes ausgezeichnet
Hand in Hand für qualitativ gutes Essen an der Gesamtschule Espenstraße (v.l.): Thomas Spengel, Geschäftsführer des Cafeteriavereins, Prof. Dr. Volker Peinelt, Leiter der AG Schulverpflegung an der Hochschule Niederrhein, Küchenleiterin Anna Sälzer und Schulleiter Peter-Paul Blomert. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (cc). Die Gesamtschule Espenstraße ist die erste Schule in Mönchengladbach, deren Mensa mit zwei Kochmützensiegeln von der Arbeitsgemeinschaft Schulverpflegung der Hochschule Niederrhein ausgezeichnet wurde. Von Christina Reineke

Gesunde Schulkost – ist das möglich? Eine Frage, die die Gesamtschule Espenstraße mit einem klaren „Ja“ beantworten kann. Die Mensa der Ganztagsschule wurde jetzt zertifiziert und mit gleich zwei Kochmützensiegeln für Gemeinschaftsgastronomie von der Hochschule Niederrhein ausgezeichnet.

Einen langen, beschwerlichen Weg, der allen Beteiligten missfiel, mussten sie dafür zurücklegen. „Wir haben zeitweise nur noch 15 Essen ausgegeben. Ein unbefriedigendes Ergebnis, wenn man weiß, dass viele Kinder schon ohne Frühstück zur Schule kommen. Wir empfinden es als unsere Pflicht den Kindern ein nahrhaftes Essen zu bieten, denn sie verbringen hier den ganzen Tag“, so Schulleiter Peter-Paul Blomert.

Deshalb wagte sich die Gesamtschule Espenstraße, begleitet von der Hochschule Niederrhein, an ein neues Konzept – die Temperaturentkopplung. „Mit dieser Methode erreicht man eine hervorragende Qualität. Hier wird das Essen in einer zentralen Küche zubereitet, aber nicht zu Ende gegart, sondern der Vorgang wird nach 80 Prozent der Garzeit abgebrochen. Dann wird es gekühlt und in der Schule zu Ende gekocht“, erklärt Professor Dr. Volker Peinelt, der die Arbeitsgemeinschaft Schulverpflegung innerhalb der Hochschule leitet. Das Essen schmecke somit wie frisch gekocht. Ein weiterer Vorteil dieses Konzeptes ist, dass in der Schulküche selbst keine Fachkräfte extra eingestellt werden müssen. Die Arbeitsgemeinschaft Schulverpflegung der Hochschule Niederrhein prüft im Verbund mit dem TÜV Rheinland die Qualität der Gemeinschaftsverpflegung in Altersheimen, Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten. Mit einem Kochmützen-Siegel werden die Institutionen ausgezeichnet, die sich im Prüfverfahren durch weit überdurchschnittliche Leistungen hervorgetan haben. Bereits eine Kochmütze bestätigt also eine hervorragende Qualität. Die Gesamtschule Espenstraße wird sogar mit zwei Kochmützen ausgezeichnet. Maximal gibt es drei.

„Das Mensaessen an deutschen Schulen hat einen schlechten Ruf. Im Fokus stehen die Kosten und dabei werden die Folgekosten für eine schlechte, unausgewogene Ernährung nicht bedacht. Zudem fördert das gemeinsame Essen die sozialen Strukturen innerhalb der Schülerschaft“, sagt Helmut Schaper, Vorstand des Cafeteriavereins der Gesamtschule Espenstraße. Das prämierte Verpflegungskonzept sieht deshalb ein Speiseangebot von drei Menüs vor. Eines mit Fleisch, ein vegetarisches Menü und ein Salatbuffet zum Selberzusammenstellen. „Als wir anfingen, gab es Sachen wie Nudeln mit Soße. Heute gibt es einmal in der Woche Fisch, Vollkornnudeln und Vollkornreis und möglichst mageres Fleisch.“, erzählt Thomas Spengel, Geschäftsführer des Cafeteriavereins. Alles nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Natürlich blieb auch die Preisfrage nicht unbedacht. 42 Euro pro Monat bei elf zahlungspflichtigen Monaten pro Jahr kostet das Essen. Eltern, die Hartz IV beziehen können Zuschüsse beantragen, so dass sie nur einen geringen Eigenanteil zahlen müssen.

Den Schülern selbst schmeckt das Essen hervorragend; inzwischen werden mehr als 300 Essen pro Tag ausgegeben. „Wir haben bald das Luxusproblem, dass uns der Platz ausgeht“, sagt Schulleiter Blomert stolz.

(Report Anzeigenblatt)