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FuckUp Nights – Premiere in MG

FuckUp Nights – Premiere in MG
Ich hatte eine Geschäftsidee... Unternehmer und solche, die es werden wollten, erzählen ihre Geschichte vom Scheitern – und davon, wie sie weitergemacht haben. FOTO: Pixabay/pek
Mönchengladbach. Die Idee kommt aus Mexiko. In 80 Ländern finden bereits „FuckUp Nights“ statt, in denen es einmal nicht um Erfolg und Ruhm, sondern ums Scheitern geht – weil das besser ist als sein Ruf. Was hinter den FuckUp Nights steckt und warum sie auf die To-do-Liste von Gladbacher Unternehmen und Start-ups gehören – der Extra-Tipp hat nachgefragt. Von Petra Käding

Unser Bundes-Jogi kann ein Lied davon singen: Scheitern ist keine Schande, sondern eine Chance – zu lernen, an seinen Fehlern zu wachsen und dann neu zu starten und es besser zu machen. Anders ausgedrückt: aufstehen, Krone richten, weitermachen.

Jetzt kommt das Event zum Business- und Lebensmotto nach Mönchengladbach. Am Freitag, den 13. Juli heißt es im TIG Premiere für die FuckUp Nights.

Das Programm ist einfach – und lässt gleichzeitig alles offen. Vier Speaker erzählen in je sieben Minuten, wie und womit sie gescheitert sind – das kann ein Projekt sein, ein Jobwechsel, ein Start-up... Vier Geschichten vom Scheitern – darin steckt ganz viel Enttäuschung, Verzweiflung, Wut, Existenzangst, aber auch immer ein Lernprozess, ein Neuanfang und die Erkenntnis, dass nicht das Scheitern der Fehler ist, sondern die falsche Fehlerkultur. Im Anschluss an jeden Vortrag können Fragen gestellt und diskutiert werden.

Unternehmer Peter Godulla, der die FuckUp Nights zusammen mit nextMG e. V. nach Mönchengladbach geholt hat, weiß: „Aus Fehlern lernt man am meisten. Trotzdem sprechen wir in Deutschland nicht über das Scheitern. Das ist nicht nur langweilig, das verhindert auch Innovationen.“ Die FuckUp Nights sollen jetzt Schluss damit machen. „Unsere Speaker reden über ihr Scheitern“, erklärt Godulla. „Damit alle von ihnen lernen können. Für ihn ist eine neue Fehlerkultur Voraussetzung dafür, eine Gründermentalität zu entwickeln und zu etablieren.

Sinan Heesen, Geschäftsführer von Unnormal Entertainment und Veranstalter im TIG ist da ganz bei ihm: „Ich finde es wichtig, dass man zu seinen Fehlern steht und aus ihnen lernen kann.“

Einer der Speaker bei der Premiere ist Patrick Schiffer, ehemaliger Bundesvorsitzender der Piratenpartei. Auch er ist gescheitert. Er will „eine Lanze für diejenigen brechen, die etwas wagen oder gewagt haben. Lasst euch nicht von Rückschlägen einschüchtern. Eine Gesellschaft, die das Scheitern nicht wertschätzt, verpasst die Chance, sich weiterzuentwickeln.“

Die Premiere ist am 13. Juli im Theater im Gründungshaus, Eickener Straße 88. Einlass ist ab 19 Uhr; der Eintritt ist frei. Weitere FuckUp Nights sind in Planung. Mehr Info unter: www.fun-mg.de.

(Report Anzeigenblatt)