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Gladbach soll in den Fokus

Mönchengladbach. Viele LEG-Mieter müssen seit Jahren mit massiven Unzulänglichkeiten in ihren Wohnungen leben. Wir haben in der Vergangenheit oft darüber berichtet. Jetzt hat sich die Initiative Mieterproteste gebildet, die am 10. Oktober zu einer Kundgebung aufruft. Von Ulrike Mooz

Kaputte Heizkörper bei Minusgraden, stinkender Müll im Keller, Schimmel, ungepflegte Grundstücke, steckengebliebene Aufzüge und vor allem eine Hausverwaltung, die nicht erreichbar ist – die Mieter der LEG-Wohnungen haben viel zu erdulden und wir haben in den letzten Jahren oft darüber geschrieben. Viele Mieter wissen auch noch nicht, was es für sie heißt, dass die LEG-Sozialcharta am 29. August ausgelaufen ist.

Jetzt geht der Unmut der LEG-Mieter in die nächste Phase. Nach der Gründung der Initiative LEG-Mieterproteste ist jetzt zu einer Demo am Mittwoch, 10. Oktober, in Wickrath aufgerufen.

Einen Tag vor der großen 10-Jahres-Jubiläumsfeier in Monheim, sagen die LEG-Mieter „10 Jahre LEG-Privatisierung - kein Grund zum Feiern“.

„Wir wollten mal ein bisschen mehr machen als nur einen Mieterstammtisch“, sagt Heike Oligschläger von der Initiative Mieterproteste. „Ein bisschen mehr“, das heißt für die Gladbacher LEG-Mieter enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund in Düsseldorf und betroffenen LEG-Mietern in Köln. „Wenn bundesweit berichtet wird, geht es meistens um Düsseldorf“, sagt Heike Oligschläger, „wir möchten jetzt mal Mönchengladbach in den Fokus rücken“. Schließlich gehörten die Mönchengladbacher zu denjenigen, die als erstes zu spüren bekämen, wenn in Düsseldorf die Mieten zu teuer würden.

Auch die Politik zeigt inzwischen Interesse. So hat der SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Willi Körfges bereits sein Kommen angekündigt.

(StadtSpiegel)