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Coach Micha
Nach Zahlen atmen

Coach Micha: Nach Zahlen atmen
von
Mönchengladbach. Letzte Woche habe ich Ihnen die verschiedenen Gesichter des Stresses präsentiert. Danach dachten Sie bestimmt: "Mein Gott, für meinen Körper ist ja fast alles Stress, hilft ja nur im Bett liegen und nichts tun!" So schlimm ist es zum Glück nicht, wobei Sie sicher auch bemerkt haben, dass jeder Mensch eine individuelle Stresstoleranz entwickelt. Der eine verkraftet mehr, der andere weniger. Wichtig ist es in jedem Fall, genügend Ausgleich zu schaffen, und wenn Sie ein aufmerksamer Verfolger meiner Kolumne sind, kennen Sie ja mein Mittel Nummer 1 zur Stressbewältigung. Richtig: natürlich der Schlaf! Von der Redaktion

Der Schlaf wird von vielen immer noch sehr stiefmütterlich behandelt, mein Check mit neuen Klienten bringt da manchmal Dinge hervor, die hätte ich nie für möglich gehalten. Acht- bis zehnmal nachts raus, 90 Minuten und mehr zum Einschlafen! Das sind jetzt vielleicht Extreme, aber auch zweimal pro Nacht aufstehen und 30 Minuten zum Einschlafen brauchen ist deutlich zu oft bzw. zu lang.

Sie können allerdings ganz pro aktiv werden und Ihrem Körper helfen zu entspannen mit der 4–7–8 Atemmethode. Vier Sekunden durch die Nase einatmen, den Atem für sieben Sekunden anhalten und dann für acht Sekunden durch den Mund so geräuschlos wie möglich ausatmen. Dass das Verhältnis Ein- zu Ausatmen mindestens bei 1:2 liegen sollte, habe ich Ihnen ja schon einmal näher gebracht. Jetzt kommt noch die "Atempause" hinzu, die bewirkt, dass der Körper den Sauerstoff noch besser aufnimmt bzw. im Körper verteilt und so zur Ruhe kommt. Offiziell sollen vier dieser Atemzüge reichen, um einzuschlafen, bei dem ein oder anderen dauert es vielleicht einen Moment länger, aber drei Minuten bis zum Einschlafen sind immer noch eine deutliche Steigerung im Vergleich zu 30 Minuten!

Viel Spaß beim Testen und geben Sie mir gerne Bescheid, ob die 4–7–8 Methode bei Ihnen funktioniert hat!

(StadtSpiegel)
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