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Sonnenhausplatz erhält Kunstobjekt „Seven Donkeys“ der Künstlerin Rita McBride
Sieben Esel mit ziemlich viel Schwung

Sonnenhausplatz erhält Kunstobjekt „Seven Donkeys“ der Künstlerin Rita McBride: Sieben Esel mit ziemlich viel Schwung
Stellen den Gewinner des Wettbewerbs „Neue Nachbarschaften - Kunst für den Sonnenhausplatz“ vor (von links): Kurator Markus Ambach, Museumsdirektorin Susanne Titz, Oberbürgermeister Hans Wilhelm Rieners, mfi-Projektleiter Carsten Faust und Dr. Marion Aghte, Kunstbeauftragte der mfi AG. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (df/pmg). Auf dem neu entstehenden Platz zwischen „Minto“, Sonnenhaus und Hans-Jonas-Park wird die Kunst Einzug halten. Beim von mfi finanzierten Wettbewerb „Neue Nachbarschaften - Kunst für den Sonnenhausplatz“ machten sieben Esel das Rennen. Von David Friederichs

Für Susanne Titz, Direktorin des Museums Abteiberg, ist es ein Stück Zukunft für Mönchengladbach, Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners war als Mitglied der Jury begeistert: der neu entstehende Sonnenhausplatz zwischen dem neuen Einkaufszentrum „Minto“ und dem Hans-Jonas-Park erhält ein künstlerisches Gesicht in Form von sieben bronzenen Eseln, gepaart mit fluoreszierenden Linien. „Diese Linien sollen die Wegebeziehungen zwischen den neuen und alten Nachbarn symbolisieren“, sagt Titz. Unter drei Vorschlägen hatte sich eine siebenköpfige Jury mit breiter Mehrheit für den Entwurf der international renommierte Bildhauerin und Rektorin der Kunstakademie Düsseldorf, Rita McBride, entschieden. Das Kunstwerk „Seven Donkeys“ soll nach Fertigstellung des Platzes im Frühjahr 2016 errichtet werden.

Im Umfeld des Sonnenhausplatzes und des neuen mfi Centers befinden sich verschiedene städtische Anlieger: die städtische Volkshochschule, das Jugendzentrum STEP sowie das Museum Abteiberg, eines der international wichtigsten Häuser zeitgenössischer Kunst. Sie alle werden in Zukunft durch den Sonnenhausplatz und die Arbeit von Rita McBride verknüpft. Der Nachbarschaftsgedanke spielt bei der städtebaulichen Entwicklung des Quartiers eine entscheidende Rolle. „Ziel des künstlerischen Wettbewerbs ist unter anderem die Frage, wie Kunst im öffentlichen Raum Mehrwerte schaffen und Nachbarschaft symbolisieren kann“, sagt Dr. Marion Agthe, Kunstbeauftragte der mfi AG. Agthe ist auch Mitglied der Jury. „Mit der Arbeit von Rita McBride unterstützen wir in Mönchengladbach nachhaltig den gelungenen Versuch, eine Synthese von Architektur, Kunst, Stadtplanung und den Bewohnern zu schaffen.“

Kuratiert wird der Kunstwettbewerb „Neue Nachbarschaften“ zur Gestaltung des Sonnenhausplatzes von Markus Ambach (MAP): „Der Platz und die künstlerische Arbeit werden Teil eines großen kulturellen Ensembles, das sich über den gesamten Abteiberg erstreckt.“

Im Rahmen der Wettbewerbsentscheidung gab Carsten Faust, mfi-Projektleiter des „Minto“, bekannt, dass die mfi AG der Stadt Mönchengladbach einen Betrag in Höhe von 297.500 Euro gespendet hat. Das Essener Unternehmen unterstützt damit die Realisierung der künstlerischen Arbeit, die in den kommenden Monaten entstehen wird: „Als Mitgestalter des öffentlichen Raums in Mönchengladbach möchten wir unserer Verantwortung gerecht werden, das Stadtbild attraktiv und lebendig zu gestalten“, sagt Carsten Faust. Im Rahmen der Initiative „Kunst am Bau“ gibt die mfi AG für viele ihrer Einkaufszentren ein eigenes Kunstwerk in Auftrag. In Mönchengladbach hat man sich für einen anderen Weg entschieden: „In diesem Fall freuen wir uns, die Umgebung rund um das Shopping Center mit gestalten zu können. Mit dem Wettbewerb unterstützen wir in erster Linie die Entstehung eines Kunstwerks, das den gesamten, sich neu entwickelnden Stadtkern rund um das „Minto“ prägen wird und gleichzeitig Blickkontakt mit dem Einkaufszentrum hält.“

Dass das Kunstwerk auch zukontroversen Diskussionen führen wird, dessen ist sich Susanne Titz bewusst. „Aber diese Diskussionen zeigen, dass sich die Leute mit dem Kunstwerk auseinander setzen. Und das wollen wir auch.“

Ab dem 23. September wird es im Haus Berggarten eine Ausstellung geben, in der der Siegerentwurf für die Platzgestaltung ebenso gezeigt wird, wie eine Präsentation des neuen Kunstwerks.

(Report Anzeigenblatt)