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Wenn die Sehne durchknallt

Wenn die Sehne durchknallt
Vor allem Fun- und Kontaktsportarten erfordern viel Technik und Prävention, um Verletzungsrisiken zu minimieren. FOTO: Jörg Schuster
Rheydt. Wer täglich Sport macht, kann damit seine Lebenszeit verlängern. Doch wer die Technik seines Sports nicht beherrscht, sich nicht ausreichend vorbereitet oder es übertreibt, der geht auch Risiken ein. Im Vortrag „Sportverletzungen“ am 22. November geben die Ärzte Dr. Jörg Schuster und Dr. Moritz Tellmann im Eli Auskunft zur Vermeidung und Therapie von sportbedingten Verletzungen. Von Ulrike Mooz

Wer jeden Weg mit dem Auto macht, statt der Treppe immer den Aufzug nimmt und den ganzen Tag sitzt, aber dann ein- bis zweimal in der Woche zu sportlicher Höchstform aufläuft, setzt sich Verletzungs-Risiken aus. „Besonders, wenn derjenige eine Fun- oder Kontaktsportart ausübt“, sagt Dr. Moritz Tellmann, Anästhesist, Kraftsportler und Marathonläufer. „Da wirken schon ziemlich massive Kräfte auf den Bewegungsapparat ein“, so Tellmann, da müsse man technisch gut sein und sich gut vorbereiten.

Wenn dann doch was passiert, sind es oft Muskelverletzungen, Verletzungen des Sprunggelenks, Verrenkungen oder Verletzungen von Bändern und Sehnen. „Bis zu einer Tonne Belastung hat zum Beispiel die Achillessehne auszuhalten“, sagt Dr. Jörg Schuster, Fußchirurg und Sportmediziner im Eli. Bezeichnend gegenüber früheren Zeiten sei, dass die Verletzten nicht mehr nur einfach geheilt werden möchten, sondern erwarten, dass sie nach der Therapie wieder das selbe sportliche Niveau erreichen, wie vorher. Das gelinge in der Regel auch, so Schuster.

Wenn die Achillessehne mit einem lauten Knall reiße, dann gäbe es zum Beispiel drei Möglichkeiten der Therapie: die konservative Methode ohne Operation, die große OP, bei der die Sehne wieder zusammen genäht werde und die minimalinvasive Variante, bei der der Arzt durch einen kleinen Schnitt und eine Rahmennaht die Sehnenenden wieder zusammen bringt.

Rund 30 Prozent der Sportverletzungen an einem Klinikwochenende sind solche des Bewegungsapparates. Tägliches Treppen steigen und andere Alltagsbewegungen können solchen Verletzungen schon vorbeugen. „Eine gut gepflegte Muskulatur bringt mehr Lebensqualität“, sagt Moritz Tellmann.

(Report Anzeigenblatt)